Niederlage im Breisgau:
Unionerinnen unterliegen den Freiburgerinnen mit 0:1
Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin muss sich auswärts dem SC Freiburg mit 0:1 geschlagen geben. Nach einer torlosen ersten Halbzeit erzielt Lisa Karl unmittelbar nach dem Seitenwechsel per Kopf den entscheidenden Treffer des Tages (54.).
1. FC Union Berlin: Böhi – Janssens, Tysiak, Steuerwald, Schneider (60. Steinert) – Gräwe, Veit (46. Bauereisen), Kamber – Campbell (80. Weiß), Weidauer (68. Heiseler), Egli (60. Reissner)
SC Freiburg: Reimann – Karl, Axtmann, Vojteková (90. Stierli), Memminger – Acikgöz (86. Arfaoui), Ojukwu – Bienz (75. Brunold), Schneider, Kolb (75. Vobian) - Birkholz (90. Seghir)
Personal: Unions Cheftrainerin Marie-Louise Eta veränderte die Startelf auf zwei Positionen: Sophie Weidauer ersetzte Lisa Heiseler im Sturmzentrum, Nadine Böhi vertrat die kurzfristig ausgefallene Cara Bösl im Tor.
Zuschauer: 1.806
Tor: 1:0 Karl (54.)
Torloser erster Durchgang – Union mit mehr Ballbesitz
Mit energischem Anlaufen eröffneten die Freiburgerinnen ihre Heimpremiere, während „Eisern Union“-Rufe durch das Dreisamstadion hallten. Kurz darauf übernahm die Eta-Elf die Spielkontrolle und zwang das Heimteam oft in deren eigene Hälfte.
Lisanne Gräwe setzte bereits in der 3. Spielminute mit einem Distanzschuss das erste Ausrufezeichen der Partie. Nur eine Minute später sorgte Lia Kamber für weitere Gefahr, als ihr scharfer Querpass in den Strafraum allerdings keine Abnehmerin fand. Nach einer Viertelstunde gewann der SC Freiburg etwas mehr Zugriff und näherte sich über zwei Angriffe über die Außenbahnen dem Unioner Strafraum an. Die Berliner Defensive zeigte sich jedoch aufmerksam und entschärfte beide Situationen souverän (19.).
Nach einer kurzen Trinkpause verbuchte Sophie Weidauer die erste gefährliche Aktion des Spiels. Nach einem perfekt getimten Ball in die Tiefe von Lisanne Gräwe kam sie an der Strafraumkante zum Abschluss, setzte den Ball jedoch knapp über die Querlatte (26.). Nur eine Minute später hatte Ex-Freiburgerin Leela Egli die Führung auf dem Fuß, ihr platzierter Versuch strich jedoch ebenfalls hauchdünn über das Gehäuse.
Die Schlussminuten der ersten Halbzeit verliefen weiterhin intensiv. Freiburg kam nach einem Freistoß und einer Ecke zu guten Gelegenheiten (45.), während Union vor allem über Sophie Weidauer und einen gefährlichen Eckball (45.+4) für Gefahr sorgte. Da beide Teams ihre Chancen nicht nutzen konnten, ging es torlos in die Halbzeitpause.
Karl trifft per Kopf – Unionerinnen finden keine Antwort
Kurz nach Wiederanpfiff war Nadine Böhi direkt gefordert und glänzte mit einer Doppelparade (46.). Daraufhin drückten die Breisgauerinnen mehr und lauerten auf Fehler der Köpenickerinnen. In Minute 54. zappelte der Ball dann das erste Mal im Netz: Nach einer Ecke der Gastgeberinnen löste sich Spielführerin Lisa Karl am zweiten Pfosten und konnte den Ball unbedrängt ins Tor köpfen.
Im darauffolgenden Spielverlauf wies das Team von Marco Konrad eine sehr hohe Frequenz an Abschlüssen auf. Luca Birkholz beispielsweise zog in Minute 65 mittig aus rund 20 Metern ab, verfehlte das Tor aber um ein paar Zentimeter.
Union brachte in der Folge einige frische Kräfte auf den Rasen, was sich in einem intensiveren und offensiven Auftritt widerspiegelte. Mit Anbruch der Schlussviertelstunde hatten die Unionerinnen nach einer gefährlich getretenen Ecke den Ausgleich auf dem Fuß, wobei die 17-jährige Freiburger Schlussfrau Anna Reimann die Führung der Gastgeberinnen weiter festhielt.
Kurz vor dem Schlusspfiff scheiterte die eingewechselte Amina Arfaoui zuerst an der stark reagierenden Böhi und darauffolgend am Außenpfosten (86.). Trotz vehementer Angriffe gelang es den Unionerinnen nicht, in der Schlussphase des Spiels den Ausgleich zu erzielen.
Stimmen nach dem Spiel
„Wir sind mit viel Energie in das Spiel gestartet, waren dann aber zu wenig konsequent und griffig. Die guten Spielphasen und Spielzüge durchs Zentrum nehmen wir mit, aber das allein hat nicht gereicht. Die Saison ist noch lang und wir haben noch viel zu lernen“, fasste Leela Egli die Partie zusammen.
„Die gut erarbeiteten Torchancen haben wir nicht genutzt. Es ist uns nicht gelungen, das, was wir uns vorgenommen hatten, über 90 Minuten lang umzusetzen, sondern nur phasenweise. Das ist zu wenig“, ergänzte Samantha Steuerwald nach dem Spiel.
„In der ersten Halbzeit sind wir gut ins Spiel gekommen, da hat in der ersten halben Stunde vieles geklappt, aber wir haben dann verpasst, das Tor zu machen. Freiburg kam aktiver und mutiger aus der Halbzeitpause. Es ist uns dann nicht gelungen, das Spiel nach deren Standardtor zu drehen. Ein insgesamt verdienter Sieg für Freiburg“, fasste Cheftrainerin Marie-Louise Eta die Partie im Dreisamstadion zusammen.
Ausblick auf die kommenden Tage
Nach der heutigen Heimreise richtet sich der Fokus der Unionerinnen auf die nächste Pflichtspielaufgabe. Dafür steht eine intensive Trainingswoche auf dem Programm, in der die Mannschaft am Dienstag, dem 1. September, um 14 Uhr zu einer öffentlichen Trainingseinheit am Trainingszentrum Oberspree einlädt.
Am Montag, den 07.09.2026, empfängt die Eta-Elf Eintracht Frankfurt im Stadion An der Alten Försterei. Anpfiff der Begegnung ist um 18 Uhr. Tickets für das Spiel sind online erhältlich.