Bundesliga·Saison 2026/27·9. Spieltag
Stadion An der Alten Försterei
  • 43’L. Hausicke
  • 11’L. Natter

Punkteteilung am 9. Spieltag:

Union und Hoffenheim trennen sich 1:1

Die Profi-Frauen des 1. FC Union Berlin bleiben auch im siebten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen. Im Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim erzielt Lina Hausicke nach der frühen Führung der Gäste (11.) den Ausgleich kurz vor der Halbzeitpause (43.). Nach dem Seitenwechsel fallen keine weiteren Treffer mehr.

Spielszene im Fußball mit einer Spielerin in rotem Trikot, die den Ball dribbelt, während zwei Gegnerinnen in weißen Trikots bereit stehen.

1. FC Union Berlin: Böhi – Schneider, Tysiak, Steuerwald, Pujols (46. Veit) – Janssens (86. Heiseler), Hausicke, Gräwe, Reissner (67. Egli) – Kamber (67. Orschmann), Bauereisen (73. Campbell) 

TSG 1899 Hoffenheim: Dick – Gloning, van de Velde, Doorn, Kaut – Diehm, Grimm (71. Ampoorter), Hahn (90. Harsch) – Natter (80. Fenger), Fölmli, Steiner (90. Lueger) 

Personal: Im Vergleich zum Pokalspiel beim Hamburger SV gab es keine Veränderung in der Startelf der Unionerinnen. 

Zuschauer: 6.161

Tore: 0:1 Natter (11.), 1:1 Hausicke (43.)

Hoffenheim trifft früh – Hausicke gleicht vor der Pause aus

Union zeigte sich in den Anfangsminuten der Partie zunächst präsenter: Nach einem Ballgewinn am gegnerischen Strafraum verbuchte Nele Bauereisen in der 3. Minute die erste Torannäherung, traf aus 16 Metern jedoch nur das Außennetz. Drei Minuten später prüfte Lia Kamber erstmals die gegnerische Schlussfrau, die den zentralen Versuch allerdings im Nachfassen abfangen konnte (6.). 

Stattdessen gelang den Gästen auf der Gegenseite mit ihrem ersten Torschuss direkt der Führungstreffer: Linda Natter beförderte das Spielgerät aus 20 Metern in die Maschen (11.). Das Tor war zugleich der Auftakt einer äußerst wilden Phase, in der sich auf beiden Seiten die Chancen im Minutentakt häuften. Zunächst hatte Union in der 12. Minute vermeintlich die direkte Antwort parat, als Kamber die Kugel im Tor unterbrachte, beim Abschluss jedoch im Abseits stand. 

Auf der anderen Seite hatten die Eisernen in der 14. Minute Glück, dass TSG-Angreiferin Svenja Fölmli die Kugel am langen Eck vorbeilegte, nachdem die Hoffenheimerinnen im Zuge eines Konters zu dritt auf den Kasten von Nadine Böhi zugestürmt waren. Nur eine Zeigerumdrehung später wurde Jill Janssens auf die Reise geschickt, scheiterte jedoch an ihrer ehemaligen Teamkollegin Laura Dick im Tor der Hoffenheimerinnen (15.). Auch die folgende Ecke segelte gefährlich durch den Fünfmeterraum der Gäste, fand letztlich jedoch keine Abnehmerin. 

Im Anschluss beruhigte sich das Geschehen etwas, wobei beide Mannschaften weiterhin darum bemüht waren, die gegnerischen Abwehrreihen mit schnellen Pässen zu überspielen. Mehrfach war Böhi im Tor der Eisernen noch gefordert, konnte die Versuche der Hoffenheimerinnen jedoch allesamt entschärfen (20./29./37.). Kurz vor der Halbzeitpause durften dann die Köpenickerinnen jubeln: Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Judit Pujols den Ball maßgenau auf Lina Hausicke, die das Spielgerät ins untere Eck köpfte und damit für den Ausgleich sorgte (43.). 

Zwei Fußballspielerinnen in roten Trikots auf dem Spielfeld, eine schießt den Ball, während Zuschauer im Hintergrund jubeln.
Eine Fußballspielerin in rotem Trikot tritt den Ball, während Mitspielerinnen im Hintergrund aktiv sind. Stadion mit leerem Zuschauerbereich.
Eine Fußballspielerin in rotem Trikot führt einen Schuss auf das Tor aus, während eine Gegnerin in hellem Trikot versucht, sie zu stoppen.
Spielerin in rotem Trikot springt hoch, um einen Ball während eines Fußballspiels zu köpfen, Fans im Hintergrund.

Umkämpfter Schlagabtausch – Keine weiteren Tore in Köpenick

Auch im zweiten Durchgang gehörte die erste Torchance den Unionerinnen: Lisanne Gräwe fand mit ihrer Flanke von der rechten Seite Lia Kamber, deren artistische Direktabnahme das lange Eck nur um Haaresbreite verfehlte (52.). Insgesamt konnte die zweite Hälfte jedoch nicht an das hohe Tempo der ersten 45 Minuten anknüpfen, stattdessen entwickelte sich die Partie mehr und mehr zu einem Kampfspiel. Die Zweikämpfe wurden intensiv geführt, immer wieder war die Begegnung dadurch unterbrochen. Im Angriffsspiel agierten beide Mannschaften zudem etwas zu ungenau. 

Die nächste Torgelegenheit gab es erst in der 70. Spielminute, als Svenja Fölmli im Strafraum für Hoffenheim zum Abschluss kam, ihre Landsfrau Nadine Böhi jedoch nicht überwinden konnte. Es sollte die letzte nennenswerte Gelegenheit dieser 2. Halbzeit bleiben, die vor allem von ihrer Spannung lebte. So blieb es am Ende beim Remis im Stadion An der Alten Försterei.

Spielszene im Fußball mit zwei Mannschaften auf dem Feld, eine Spielerin mit rotem Trikot dribbelt den Ball.
Eine Fußballspielerin in rotem Trikot läuft mit dem Ball auf einem Spielfeld mit leeren Rängen.
Spielszene aus einem Frauenfußballspiel mit einer Spielerin in rotem Trikot, die den Ball führt, während Gegnerinnen im Hintergrund lauern.
Spielszene im Fußball: Eine Spielerin in rotem Trikot dribbelt am Tor entlang, während eine Gegnerin in weißem Trikot versucht, sie zu blockieren.
Eine Fußballspielerin in rotem Trikot mit der Nummer 7 sprintet über den Platz, während im Hintergrund Zuschauer jubeln.

Stimmen nach dem Spiel

„Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen. Nach dem Gegentreffer haben wir leider etwas nachgelassen und sind nicht mehr richtig in die Zweikämpfe gekommen. Umso wichtiger war es, dass wir kurz vor der Halbzeit noch den Ausgleich erzielen konnten. Auch nach der Pause sind wir wieder gut ins Spiel gekommen, konnten die Partie aber leider nicht auf unsere Seite ziehen“, erklärte Jill Janssens nach dem Spiel gegen ihren Ex-Klub. 

Nadine Böhi ergänzte: „Heute müssen wir uns alle, mich eingeschlossen, ein Stück weit selbst an die Nase fassen. Die Leistung in der ersten Halbzeit war nicht ausreichend, da hatten wir zu wenig Energie auf dem Platz. Nach der Pause wurde es dann etwas besser.“ 

„Wir wollten heute natürlich einen Heimsieg einfahren. Mit Blick auf den Spielverlauf sind wir mit unserer eigenen Leistung aber nicht ganz zufrieden, weshalb wir mit dem Punkt gut leben können. Es war sicherlich auch nicht alles schlecht, aber über einige Dinge werden wir sprechen müssen – vor allem über unser Spiel mit dem Ball“, bewertete Cheftrainerin Marie-Louise Eta den Auftritt ihrer Mannschaft. 

Ausblick auf die kommende Woche 

Für die Unionerinnen steht am Mittwoch, dem 11.11.2026, eine öffentliche Trainingseinheit um 14 Uhr im Trainingszentrum Oberspree auf dem Plan. Am Samstag gastiert die Mannschaft dann zum 10. Bundesliga-Spieltag beim SV Werder Bremen. Die Partie wird um 14 Uhr auf Platz 11 am Weserstadion ausgetragen. Tickets sind im Onlineshop des SV Werder Bremen erhältlich. 

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