Dank Standards und Joker:
Union nach 4:2-Sieg eine Runde weiter
Die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin bestreitet das erste Pflichtspiel der Saison auswärts im Eintracht-Stadion und zieht nach einem 4:2-Erfolg gegen Braunschweig im DFB-Pokal eine Runde weiter. Nach dem die Eisernen zweimal in Rückstand geraten, sorgen Zeno Van den Bosch (31.) und Tom Rothe (63. jeweils für den Ausgleich. Der eingewechselte Marin Ljubičić entscheidet mit seinem Doppelpack (73., 90.+4) die Partie.
1. FC Union Berlin: Raab – Juranović (74. Trimmel), Querfeld, Van den Bosch, Rothe – Jeong (62. Schäfer), Khedira, Kemlein, Burcu (74. Aebischer) – Latte Lath (62. Ljubicic), Ansah
Eintracht Braunschweig: Hoffmann – Aydin, Ehlers, Frenkert, Katterbach (73. Di Michele Sánchez) – Di Benedetto (77. Tempelmann), Flick – Opoku (77. Sturm), Marie, Zé (90.+2 Hoti) – Entrup (73. Urbich)
Personal: Ins erste Pflichtspiel der Saison 2026/27 schickte Cheftrainer Mauro Lustrinelli unter anderem zwei Neuzugänge: Emmanuel Latte Lath und Zeno Van den Bosch bestritten als Startelfspieler ihr Union-Debüt beim ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal.
Zuschauer: 21.532
Tore: 1:0 Marie (11.), 1:1 Van den Bosch (31.), 2:1 Marie (54.), 2:2 Rothe (63.), 2:3 Ljubičić (72.), 2:4 Ljubičić (90.+4)
Braunschweig legt vor − Union schlägt per Standard zurück
Die Begegnung begann auf beiden Seiten mit hohem Tempo und intensiver Zweikampfführung. Die Unioner setzten die Gastgeber aus Braunschweig von Beginn an mit aggressivem Pressing unter Druck und suchten früh den Weg nach vorn. Bereits in der 3. Minute verzeichneten sie folgerichtig die erste Torchance der Partie: Ilyas Ansah brachte den Ball in den Strafraum, wo Rani Khedira zum Abschluss kam, das Spielgerät jedoch über das Tor setzte. Die Braunschweiger zeigten sich davon allerdings unbeeindruckt: Keine vier Minuten später kamen die Gastgeber zum Abschluss, doch Keeper Mattheo Raab war zur Stelle und lenkte den Ball gegen die Querlatte (7.). Die nächste große Torchance gehörte dann ebenfalls den Niedersachsen: Nach einer Vorlage von Maximilian Entrup erkämpfte sich Max Marie zentral im Strafraum den Ball, kam zum Abschluss und brachte die Löwen per Flachschuss in Führung (11.).
In den nächsten Minuten entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie mit vielen intensiven Zweikämpfen, in der sich die Braunschweiger weitere Tormöglichkeiten erarbeiteten, ihre Führung aber nicht weiter ausbauen konnten. Nach und nach verlagerte sich das Geschehen zunehmend in die Hälfte der Löwen. Die Unioner übten immer wieder Druck nach vorn aus und konnten sich schließlich in der 31. Spielminute belohnen: Nach einer Ecke von Josip Juranović stieg Zeno Van den Bosch am höchsten und köpfte zum 1:1-Ausgleich ein. Bei diesem Ergebnis sollte es vorläufig bleiben und der Unparteiische bat nach zwei Minuten Nachspielzeit zur Halbzeitpause.
Eiserne Aufholjagd – Ljubičić mit einem Doppelpack
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eine umkämpfte Partie, wobei die Gastgeber zunächst besser ins Spiel zurückfanden und die erste Torchance direkt nutzten: Torschütze Max Marie konnte die Löwen erneut in Führung bringen und traf zum Doppelpack von der Strafraumkante ins lange Eck (54.). Nur kurze Zeit später reagierte Unions Cheftrainer Mauro Lustrinelli mit ersten Wechseln (62.). Die frischen Kräfte sorgten unmittelbar für neue Impulse, was sich wenig später auch auf der Anzeigetafel bemerkbar machte. Der eingewechselte Marin Ljubičić verlängerte eine Ecke auf den zweiten Pfosten, wo Tom Rothe goldrichtig stand und den Ball zum 2:2-Ausgleich ins Tor beförderte (63.). Die nächsten Minuten spielten sich überwiegend in der Hälfte der Gastgeber ab.
Die Eisernen blieben die aktivere Mannschaft und wurden für ihren Aufwand belohnt. Josip Juranovic klärte den Ball in der Defensive und schickte Ilyas Ansah mit einem präzisen Zuspiel auf den Weg. Dessen Abschluss konnte der Braunschweiger Schlussmann zunächst parieren, doch der Abpraller landete bei Marin Ljubičić, der den Ball zur 3:2-Führung einnickte (72.). Gleichzeitig wurde die Partie zunehmend intensiver und aggressiver. In den zahlreichen Zweikämpfen schenkten sich beide Mannschaften nichts, in der Schlussviertelstunde erarbeiteten sie sich noch einmal Chancen vor den jeweiligen Toren. Die Berliner verteidigten ihren Vorsprung jedoch mit großem Einsatz. Auch in den vier Minuten der Nachspielzeit blieb Union konzentriert, setzte weiter Akzente in der Offensive und konnte sich in der Nachspielzeit noch einmal belohnen: Marin Ljubičić schnürte seinen Doppelpack und setzte mit seinem Treffer den Schlusspunkt einer torreichen Begegnung. Damit baute Union die Führung aus und sicherte sich den 4:2-Auswärtssieg (90.+4).
Stimmen nach dem Spiel
„Braunschweig ist wahrscheinlich das härteste Los, das wir in der ersten Runde bekommen konnten. Aber wir haben uns gut auf das Spiel vorbereitet. Auch wenn wir zweimal in Rückstand geraten sind, sind wir zweimal zurückgekommen. Das war auch immer wieder Thema in der Vorbereitung: mit Rückschlägen gut umzugehen und immer konzentriert weiterzuspielen“, fasste Rani Khedira die Partie zusammen.
„Ich bin sehr glücklich mit der Leistung des Teams heute. Unser Ziel war es, heute in die nächste Runde einzuziehen, und das haben wir geschafft. Es war ein gelungener Auftakt für uns und ein gutes erstes Pflichtspiel“, so Doppeltorschütze Marin Ljubičić nach dem Spiel.
„Mit Eintracht Braunschweig hatten wir den erwartbaren, starken Gegner. Da wir es verpasst haben, in Führung zu gehen, geraten wir zweimal in Rückstand. Trotzdem konnten wir mit der richtigen Energie auf dem Platz immer wieder zurückkommen und uns insbesondere im Verlauf der zweiten Hälfte organisatorisch steigern, was am Ende zum Sieg geführt hat“, erklärte Cheftrainer Mauro Lustrinelli nach dem Pflichtspielauftakt.
Ausblick auf die kommenden Tage
Am Mittwoch, dem 26.08.26 steht um 11 Uhr eine öffentliche Einheit auf dem Programm. Am Sonnabend, dem 29.08.2026, empfängt die Lustrinelli-Elf zum ersten Heimspiel der neuen Bundesliga-Saison Eintracht Frankfurt im Stadion An der Alten Försterei. Anstoß der Begegnung ist um 15:30 Uhr.