Nichts zu holen beim Tabellendritten:
Union unterliegt im Abendspiel Leipzig mit 1:3
Beim Auftaktspiel zum 31. Spieltag muss sich die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin bei RasenBallSport Leipzig mit 1:3 geschlagen geben. Nach einer soliden Defensivleistung in der Anfangsphase können die Hausherren durch Max Finkgräfe (22.) und Rômulo (25.) binnen drei Minuten auf 0:2 stellen. Im zweiten Durchgang gelingt Außenverteidiger Riedle Baku der dritte Treffer des Abends (63.). Nach einer Ecke von Josip Juranović verkürzt Danilho Doekhi per Kopf zum 1:3-Endstand. In der Nachspielzeit trifft Ansah nach einem Kontor zum 2:3, das Tor wird aber wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben.
1. FC Union Berlin: Rönnow (31. Klaus) – Trimmel (59. Juranović), Doekhi, Querfeld, Leite. Rothe – Haberer (59. Kemlein), Khedira, Schäfer (83. Burcu) – Burke, Ilić (59. Ansah)
RasenBallsport Leipzig: Vandevoordt – Baku (79. Henrichs), Orbán, Bitshiabu, Finkgräfe – Ouédraogo (68. Gruda), Schlager, Baumgartner – Diomande (79. Bakayoko), Rômulo (68. Harder), Nusa (90. Gomis)
Personal: Unions Cheftrainerin Marie-Louise Ete nahm im Vergleich zum vorherigen Spiel zwei Wechsel vor. Die U21-Nationalspieler Ilyas Ansah und Aljoscha Kemlein rücken aus der Startelf, dafür beginnen András Schäfer und Janik Haberer.
Zuschauer: 47.800
Tore: 1:0 Finkgräfe (22.), 2:0 Rômulo (25.), 3:0 Baku (63.), 3:1 Doekhi (78.)
Burke scheitert zweimal an Vandevoordt – Leipziger Doppelschlag binnen drei Minuten
Am Freitagabend erwischte Union im ehemaligen Zentralstadion einen guten Start und machte Leipzig das Leben mit einem kompakten Stellungsspiel zunächst schwer. Die Gastgeber brauchten rund zehn Minuten, um erstmals gefährlich vor das Tor der Gäste zu kommen. Nach einem schnellen Umschaltmoment setzte Yan Diomande Stürmer Rômulo in Szene, doch Frederik Rönnow reagierte stark. Der abgefälschte Ball wäre wohl trotzdem im Netz gelandet, hätte András Schäfer nicht aufmerksam durchgezogen und auf der Linie geklärt.
Die Eisernen kamen wenig später selbst zu einer guten Konterchance: Andrej Ilić verlängerte einen langen Ball auf Oliver Burke, doch der schnelle Angreifer scheiterte an RBL-Keeper Maarten Vandevoordt. Zudem stand Burke beim vorherigen Kopfball von Ilić wohl im Abseits, sodass ein möglicher Treffer ohnehin nicht gezählt hätte (18.). Stattdessen gingen die Leipziger kurz darauf in Führung. Eine zunächst geklärte Hereingabe von Diomande landete im Rückraum bei Max Finkgräfe, der den Ball volley nahm und per Aufsetzer zum 0:1 traf (22.) – sein erstes Tor im RBL-Trikot. Nur drei Minuten später legte der Tabellendritte nach: Rômulo setzte sich nach einem Ball hinter die Berliner Abwehrkette durch, blieb vor Rönnow cool, umkurvte den Keeper und schob zum 0:2 ein.
Für Union wurde der Abend kurz darauf noch bitterer: Torhüter Rönnow musste nach einer guten halben Stunde angeschlagen ausgewechselt werden. Dadurch kam Ersatzkeeper Carl Klaus mit 32 Jahren zu seinem Bundesliga-Debüt. Der gebürtige Stuttgarter war sofort gefordert und lenkte einen wuchtigen Kopfball von Rômulo mit einem starken Reflex an die Latte (35.). Danach erlebte Klaus bis zur Pause eine ruhigere Phase, konnte aber noch beobachten, wie Burke nach einem hohen Ballgewinn allein auf Vandevoordt zulief. Beim Versuch, den Keeper zu umlaufen, blieb der Rechtsfuß jedoch am Belgier hängen (45.+2). So blieb es zur Halbzeit beim 0:2‑Rückstand aus Sicht der Eisernen.
Rechtsverteidiger Baku trifft für RasenBallsport – Union kämpft bis zum Ende
Fünf Zeigerumdrehungen nach Wiederanpfiff kamen die Köpenicker zu ihrem ersten Abschluss im zweiten Durchgang. Ilić fasste sich aus der Distanz ein Herz, zielte aber etwas über das Tor. Insgesamt tat sich die Mannschaft von Ole Werner nun schwerer, zu klaren Chancen zu kommen. Defensiv stand Union zwar weitgehend stabil, doch auch nach vorne ergaben sich kaum Möglichkeiten, weder für die Gäste noch für die Eisernen selbst (60.).
Der erste Torschuss der Leipziger im zweiten Durchgang führte dann direkt zum 0:3. Diomande setzte sich im Dribbling gegen zwei Unioner durch und spielte einen Steckpass auf Riedle Baku, der aus kurzer Distanz vollendete. Klaus war zwar noch mit der Fußspitze dran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern (63.).
Trotz des Rückstandes gab sich die Eta-Elf nicht auf und warf sich in der Schlussphase weiter in jeden Ball – und wie Falle des 3:1 auch in jeden Kopfball. Nach einem Eckball des eingewechselten Josip Juranović stieg Danilho Doekhi in der Mitte hoch und traf unhaltbar (78.).
Kurze Zeit später erneut ein Abschluss der Hausherren, doch Querfeld konnte den Ball von Harder noch vor der Linie klären (81.). Bereits in der Nachspielzeit setzte sich Ansah nach einem Kontor gegen drei Leipziger durch und platzierte die Kugel im Netz. Allerdings wurde das Tor wegen einer Abseitsstellung nicht gewertet (90.+1). Die letzte Chance der Partie gehörte dann RasenBallsport, allerdings konnte Klaus Tidiam Gomis Abschluss verhindern und so blieb es beim 1:3.
Stimmen nach dem Spiel
“Wir wissen, dass Leipzig eine Mannschaft mit vielen Qualitäten hat. Wir haben versucht, Druck zu machen und sie zu Fehlern zu zwingen und auch mal hoch den Ball zu gewinnen. Das ist uns nicht immer gelungen, sodass wir zweimal davon leider nicht profitiert und zu früh die Gegentore bekommen haben”, so das Fazit von Danilo Doekhi nach dem Abpfiff.
“Als der Abschlag von Freddy weggegangen ist und er sehr laut geschrienen hat, war mir direkt klar, dass ich rein muss. Das Adrenalin trägt dich ein bisschen bis zur Pause, weil alles sehr schnell geht. Als Mannschaft sind wir natürlich schon extrem enttäuscht. Wir hatten die ein oder andere Aktion, um vielleicht zurück ins Spiel zu kommen. Wenn du kurz vor der Pause das 1:2 machst, wird das schon noch mal ein anderes Spiel”, ergänzte Carl Klaus nach seinem Debüt.
“Ich fand, dass wir in der ersten Halbzeit grundsätzlich kompakt standen und einfach mehr aus unserem Ballbesitz hätten machen können. Letztendlich ist Leipzig einfach eine starke Mannschaft, die ihre Chancen auch immer wieder eiskalt nutzen kann. Dennoch hatten wir auch heute unsere Momente, können beispielsweise vor der Pause schon den Anschlusstreffer erzielen und haben auch nach dem Seitenwechsel Aktionen in der Offensive. Am Ende ist es eine verdiente Niederlage, aus der wir allerdings wieder mal positive Aspekte mitnehmen können”, lautet die Analyse von Cheftrainerin Marie-Louise Eta nach dem Duell.
Ausblick auf die kommenden Tage
Nach Abschluss des Wochenendes startet das Team von Cheftrainerin Eta am Montag, dem 27.04.2026 um 14 Uhr mit einer öffentlichen Trainingseinheit in die vorletzte Heimspielwoche der laufenden Saison. Anschließend bereitet sich die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin bis zum Sonnabendnachmittag unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf das anstehende Gastspiel des 1. FC Köln im Stadion An der Alten Försterei vor.