Niederlage im Berliner Pokalfinale:

A-Junioren unterliegen Berliner SC

Im Finale des diesjährigen Berliner Pokals müssen sich die Köpenicker im Werner-Seelenbinder-Sportpark geschlagen geben. Mit 3:5 (1:1) verliert die U19 des 1. FC Union Berlin am Ende im Elfmeterschießen gegen den Berliner SC.

Zwei Fußballspieler kämpfen um den Ball auf einem Rasenplatz, während Zuschauer im Hintergrund stehen.

1. FC Union Berlin: Welsand – Kühling, Prosche, Mewes (46. Barry), Bohn (82. Wilp) – Sliskovic, Sakoufakis, Güther (62. Blaszczak), Adesiyan (85. Bogdanov) – Gray (62. Engel), Bogdanov (71. Ali) 

Berliner Sport-Club: Radler (90. Sahin)– Bouraima, Bönki, Hakim, Ludwig - Gafar, Uzor, Famson – Korbosli (63. Dedelow), Bassey, Blessing  

Tore: 0:1 Uzor (85.), 1:1 Prosche (90.) 

Elfmeterschießen: 2:1 Sliskovic, 2:2, 2:3, 2:4, 3:4 Adesiyan, 3:5  

Zuschauer: 1104  

Köpenicker überlegen, aber torlos zur Pause 

Bei sonnigen Abendtemperaturen begann das Finale zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem Berliner SC im Werner-Seelenbinder-Sportpark. Von Beginn an übernahmen die Köpenicker die Kontrolle über das Spielgeschehen und verzeichneten deutlich mehr Ballbesitz. Immer wieder suchten die Rot‑Weißen den Weg über die Außenbahnen und setzten frühe Akzente in Richtung gegnerisches Tor. 

Bereits nach sieben Minuten bot sich die erste gute Gelegenheit: Güther wurde im Strafraum freigespielt, setzte seinen Abschluss jedoch knapp über das Tor. Der Offensivdruck der Eisernen blieb auch in der Folge hoch, doch die letzte Linie der Charlottenburger stand zunächst stabil und verhinderte klare Abschlüsse. 

Union überzeugte mit einem ruhigen, strukturierten Spielaufbau aus der eigenen Hälfte, während der BSC vereinzelt Nadelstiche setzte, jedoch noch keine zwingende Lösung für einen Torerfolg fand. Nach einer guten Viertelstunde intensivierten die Köpenicker ihre Offensivbemühungen erneut. In der 24. Minute kam Bogdanov nach einem Zuspiel an der Strafraumkante zum Abschluss, scheiterte jedoch am Keeper der Schmargendorfer. 

Das Spiel blieb körperbetont, aber fair und spielte sich über weite Strecken im Mittelfeld ab. Auf beiden Seiten schlichen sich kleinere Ungenauigkeiten ein, doch die Eisernen blieben klar tonangebend. Trotz deutlicher Dominanz gelang es Union vor der Pause aber nicht, die Führung zu erzielen. 

Eiserne Dominanz reicht nicht aus  

Kurz nach Wiederanpfiff bot sich den Eisernen die bis dahin größte Gelegenheit des Spiels. Mekhi nahm auf der rechten Seite Tempo auf, brachte den Ball scharf in die Mitte zu Sakoufakis, der direkt auf Bogdanov ablegte. Dessen Abschluss strich jedoch hauchdünn am linken Pfosten vorbei. Union blieb am Drücker und setzte die tief stehenden Charlottenburger weiter unter Druck, doch der BSC verteidigte weiterhin kompakt und ließ nur wenige klare Abschlüsse zu. 

Nach einer knappen Viertelstunde parierte der Schlussmann des Berliner SC erneut stark, als er einen Abschluss der Köpenicker im Fallen zur Ecke lenkte. Die Partie blieb intensiv und körperbetont, während die Rot-Weißen weiterhin den Weg nach vorne suchte. 

Mit zunehmender Spielzeit erhöhten die Rot‑Weißen den Druck. Über Standardsituationen und Einzelaktionen kamen die Köpenicker immer häufiger zum Abschluss, doch der Ball wollte weiterhin nicht ins Tor. In der 80. Minute bot sich die nächste Riesenchance: Nach einer Flanke kam Sakoufakis im Strafraum zum Abschluss, doch ein Verteidiger blockte im letzten Moment. 

Vier Minuten später folgte der Rückschlag. Ein Spieler des Berliner SC kam außerhalb des Strafraums zum Abschluss, der Ball wurde unglücklich abgefälscht und landete unhaltbar im Netz – 0:1 aus Sicht der Eisernen. 

Union reagierte jedoch eindrucksvoll. In der 90. Minute erzielten die Köpenicker den verdienten Ausgleich: Bogdanov brachte einen Freistoß gefährlich aufs Tor, der Keeper konnte zunächst parieren, doch Prosche schaltete am schnellsten und drückte den Ball zum 1:1 über die Linie.  

Kurz vor dem Schlusspfiff erhielt der Berliner SC noch einmal einen Freistoß aus aussichtsreicher Position. Der Abschluss touchierte die Latte, flog jedoch über das Tor. Wenige Augenblicke später ertönte der Abpfiff – das Finale ging ins Elfmeterschießen. Dort mussten sich die Eisernen schließlich geschlagen geben und verpassten trotz einer über weite Strecken dominanten Leistung den Pokalsieg. 

Stimme Zum Spiel  

„Wir haben das Spiel wahrscheinlich nicht ernst genug genommen. Wir müssen es vor dem Elfmeterschießen entscheiden. Insgesamt war zu wenig Tempo drin und wir waren nicht zielstrebig genug, obwohl die Räume da waren. Die Jungs können es definitiv besser – das haben sie in den vergangenen Wochen gezeigt“, resümiert U19‑Trainer Daniel Schulz, nach dem Spiel.  

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NachwuchsSaison 2025/26U19 Junioren