Freundschaftlicher Turniertag in Jena:
Unionerinnen jeweils ohne Tore gegen Prag und Jena
Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin setzt ihre Sommervorbereitung beim Turniertag im Ernst-Abbe-Sportfeld fort. In der ersten 60-minütigen Partie trennt sich die Mannschaft von Trainerin Marie-Louise Eta torlos vom AC Sparta Praha. Auch das zweite Spiel des Tages, diesmal gegen den Bundesliga-Absteiger FC Carl Zeiss Jena endet nach einem ähnlichen Verlauf ohne Treffer, sodass am Ende zwei 0:0-Unentschieden zu Buche stehen.
1.FC Union Berlin: Böhi - Janssens, Tysiak, Steuerwald, Schneider – Veit, Weidauer, Kamber – Bauereisen, Heiseler (31. Heikkinen), Egli
AC Sparta Praha: Harantová - Retkesová, Sonntagová, Stárová, Pochmanová - Ospeck, Raancová, Cerná, Khyrová - Bergford, Stárová
Zuschauer: 100
Drückende Hitze und zu Null gespielt
Bei strahlendem Sonnenschein im Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena starteten die Frauen des 1. FC Union Berlin in das Turnier, mit ein wenig Verspätung erfolgte um 16:07 Uhr der Anpfiff zum ersten Spiel gegen den AC Sparta Praha. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, mit Überlegenheit seitens Union. Die erste Torchance hatte Spielführerin Lisa Heiseler in der 10. Minute: Ein Pass in die Spitze erreichte die Nummer 7, die sofort den Abschluss suchte. Nur wenige Zentimeter fehlten zur Führung.
Durch einen Ballverlust bot sich keine 60 Sekunden später der erste gefährliche Gegenangriff für Sparta Praha durch Michaela Khýrová, doch die Latte bewahrte Union vor dem Rückstand (11.). Die Pragerinnen nutzten kleine Fehler prompt aus und konterten schnell, doch die Eta-Elf zeigte weiterhin großen Ehrgeiz und viel Initiative: Nele Bauereisen schoss aus zweiter Reihe aufs Tor, aber Torhüterin Harantová verhinderte sehenswert den Treffer.
Das Spielgeschehen blieb in den nächsten Spielminuten ausgeglichen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und es kam zu harten Zweikämpfen. Tore blieben jedoch aus und so bat der Unparteiische in der 32. Minute zur Trinkpause.
Die Unionerinnen knüpften in der Folge nahtlos an ihre engagierte Leistung an, blieben konzentriert und erhöhten den Druck auf den Gegner. Tomke Schneider konnte sich mit der ersten Möglichkeit in der zweiten Hälfte leider nicht belohnen. Auch weitere Chancen der Köpenickerinnen blieben ungenutzt. Ein kurzes Lebenszeichen der Pragerinnen in der 51. Minute sorgte für einen Schreckmoment bei den mitgereisten Union-Fans: Erneut war es Michaela Khýrová, die den Abschluss suchte, das Tor jedoch verfehlte. Es blieb die einzige nennenswerte Offensivaktion der Pragerinnen nach dem Seitenwechsel. Die Unionerinnen übernahmen bis zum Schlusspfiff erneut die Spielkontrolle, konnten sich aber trotz einiger Chancen nicht belohnen. Somit endete die erste Union-Partie des Turniertages torlos mit einem 0:0-Unentschieden.
1.FC Union Berlin: Schulz (32. Böhi) - Weiß, Steuerwald (21. Schneider (41. Veit), Helgesen, Heikkinen - Köster - Janssens (21. Halverkamps), Seifert (41. Hof), Kamber (21. Egli (41. Laidler)), Reissner, Tysiak – Weidauer (21. Bauereisen (41. Aseko))
FC Carl Zeiss Jena: Plöchinger - Knapp, Kröll (28. Wohner), Gora – Frischknecht, Olmala, Sinka, Tietz - Hähnel, Wiesner, Reske
Abermals keine Tore – Aluminium verhindert den Turniersieg
Beide Mannschaften hatten ihre Startformationen im Vergleich zu den jeweils ersten Spielen des Tages verändert, entsprechend motiviert gingen die Teams in die Partie und lieferten sich von Beginn an intensive Zweikämpfe. In der 11. Minute sorgten die Unionerinnen erstmals für Gefahr: Nach einer sehenswerten Seitenverlagerung setzte sich Naika Reissner über die linke Seite durch und bediente Jill Jannsens. Der wuchtige Abschluss wurde durch Torhüterin Silia Plöchinger ins Toraus abgewehrt. Den im Anschluss getretenen Eckball köpfte Samantha Steuerwald an die Latte, ehe das Leder aus der Gefahrenzone entfernt wurde (12.).
Nach einem Vierfach-Wechsel suchten die Berlinerinnen immer wieder über die Außenbahnen den Weg vor das Tor, die Hereingaben fanden jedoch am zweiten Pfosten meist keine Abnehmerin. Nach der Trinkpause ging das Spiel ähnlich weiter. Union dominierte das Spiel und auch ein sehenswerter Gegenangriff durch die Jenaerinnen konnte durch Ida Heikkinen im Zweikampf geklärt werden (36.). In der 41. Minute folgten weitere Wechsel auf Seiten des FCU: Mehrere Nachwuchstalente durften ihr Können in diesem Testspiel unter Beweis stellen. Die Mannschaft erspielte sich in den folgenden Spielminuten einige Torchancen, ließ diese allerdings ungenutzt. Trotz guter Möglichkeiten vor dem gegnerischen Gehäuse fehlte die nötige Konsequenz im Abschluss, sodass die verdienten Treffer ausblieben.
In den letzten Spielminuten versuchte sich Neuzugang Jella Veit erneut, schlenzte den Ball aus zwölf Metern Entfernung aufs Tor, traf dabei aber nur die Latte (56.). Auch den Gastgeberinnen bot sich kurz vor Schluss eine letzte Chance, doch Torhüterin Nadine Böhi pariert den Ball und hielt so das zweite 0:0-Unentschieden des Tages fest (58.). Mit diesem Ergebnis sollte der Turniertag auch für die Unionerinnen zu Ende gehen.
Stimmen nach dem Spiel
“Es waren zwei gute Tests. Im ersten Spiel mussten wir uns erstmal ans Tempo der Gegnerinnen gewöhnen. Defensiv waren wir grundsätzlich stabil und hatten offensiv auch den Zugang nach vorne, da hat es im letzten Drittel aber noch an der Konsequenz gefehlt. Die ersten Wochen waren jetzt sehr intensiv, aber die Stimmung ist gut und die Mädels sind super, es macht mega Spaß“, so Jella Veit im Anschluss.
“Das Positive ist, dass wir zweimal zu Null gespielt haben, defensiv sehr kompakt standen und als Einheit gut agiert haben. Die Partie gegen Jena hat noch Potenziale von uns aufgezeigt, wir müssen da offensiv noch ein bisschen mehr auf den Platz bringen. Die Vorfreude aufs Trainingslager ist sehr groß, es wird eine intensive Zeit mit viel Arbeit auf dem Platz und wir werden als Team neben dem Platz nochmal mehr zusammenzurücken“, fasste Antonia Halverkamps, die in der zweiten Partie auf dem Rasen stand, zusammen.
“Wir wussten, dass wir mit Prag auf eine gute Mannschaft treffen, die uns viel abverlangen wird. Es war relativ ausgeglichen, wir haben wenig zugelassen und die Null stark gehalten, hinten raus hatten wir sogar die größeren Torchancen. Die Partie gegen Jena war grundsätzlich weniger energiereich, da sind wir nicht so gut reingekommen und haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Wir müssen unsere Torchancen besser nutzen. Schlussendlich können wir für das Trainingslager einige Themen aufgreifen. Wir freuen uns auf die kommende Woche“, erklärte Unions Cheftrainerin Marie-Louise Eta nach dem Turnier.
Ausblick auf die kommenden Tage
Für die Profi-Frauenmannschaft des 1. FC Union Berlin steht in der kommenden Woche das Sommertrainingslager in Neuruppin auf dem Programm. Unter optimalen Bedingungen erwarten die Köpenickerinnen zahlreiche Trainingseinheiten sowie ein weiteres Testspiel. Am Sonnabend trifft die Eta-Elf um 15 Uhr auf den Hamburger SV. Gespielt wird im Volksparkstadion Neuruppin. Tickets für das Vorbereitungsspiel gegen den Bundesliga-Kontrahenten aus Hamburg gibt es über den Veranstalter MSV Neuruppin im Online-Shop.