Roter-Panda-Nachwuchs dank liebevoller Pflege stabil:
Herzlich Willkommen, Loui!
Das Ende Juni im Tierpark Berlin geborene weibliche Jungtier der Roten Pandas hört ab sofort auf den Namen Loui. Mit großer Mehrheit votierten Unionerinnen und Unioner für den Namen und überzeugten damit auch die Jury aus Vertretern des Tierparks und der Stiftung „UNION VEREINT. Schulter an Schulter“ des 1. FC Union Berlin.
Nachdem in der Vergangenheit mit Urs, Susi, Freddy und Lisa bereits die Namen des früheren Cheftrainers und der Mannschaftsleiterin der Profimannschaft der Männer sowie die beiden gewählten „Union-Fußballer des Jahres“ 2025 als Inspiration dienten, ist es diesmal der Name der Cheftrainerin der Profimannschaft der Frauen. Marie-Louise Eta wird von vielen Menschen am liebsten Loui genannt und auch das kleine Rote-Panda-Mädchen trägt nun diesem Namen.
Artenschutz unter schwierigen Umständen
"Der Rote Panda ist eine stark gefährdete Tierart und die Aufzucht des Nachwuchses eine schwierige Aufgabe. Wie schmerzlich diese Herausforderung sein kann, mussten wir im Herbst erfahren, als die Mutter des Jungtiers völlig unerwartet verstarb. Dank der herausragenden Expertise und des unermüdlichen Einsatzes unseres Tierpark-Teams ist es jedoch gelungen, das Jungtier so weit zu stabilisieren, dass es sich inzwischen selbstständig von Bambus ernähren kann. Umso mehr freuen wir uns nun auch darüber, dass diese kleine Botschafterin ihrer Art ab sofort den Namen Loui trägt“, so Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem.
„Als Paten der Roten Pandas haben wir in den vergangenen Wochen mitgefiebert und die Daumen gedrückt. Jetzt sind wir erleichtert und froh, dass die kleine Loui durchgekommen ist und bald auch die ersten Besucher im Tierpark empfangen kann. Herzlichen Glückwunsch an den Tierpark Berlin zu diesem Erfolg und vielen Dank allen Unionerinnen und Unionern für die Teilnahme an der Namenssuche“, so Christian Arbeit, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „UNION VEREINT. Schulter an Schulter“ des 1. FC Union Berlin.
Hintergrund
Kleine Pandas bringen anfangs nur etwa 100 g auf die Waage, sind blind und hilflos. Sie öffnen mit etwa 5 Wochen erstmals die Augen. Ausgewachsene Kleine Pandas erreichen von der Nase bis zur Schwanzspitze eine Länge von ca. 100 cm, mit einem Gewicht von 4 bis 6 kg. Die ersten drei Monate ihres Lebens verbringen Kleine Pandas in der Wurfhöhle.
Kleine Pandas sind nicht direkt mit den berühmten Großen Pandas verwandt. Sie gehören einer eigenen Familie, den „Katzenbären“, an. Dennoch teilen sie viele Eigenschaften mit ihren Namensvettern. So ernähren sie sich ebenfalls hauptsächlich von Bambus. Auch haben sie – wie Große Pandas – einen verlängerten Handgelenkknochen, den sie wie einen Daumen zum Festhalten von Bambusstangen nutzen. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Kleinen Pandas erstreckt sich neben Nordindien auch auf die Bergregionen Nepals, Bhutans, Burmas und Chinas. Die größte Bedrohung für diese sympathischen Tiere stellt der Verlust geeigneter Lebensräume im Himalaya-Gebirge dar. Wie auch in Europa macht den Wildtieren dort die zunehmende Fragmentierung ihres Lebensraumes sehr zu schaffen. Dies stört den genetischen Austausch zwischen den einzelnen Populationen. Das betrifft nicht nur die Großen Pandas in China, sondern auch ihre kleineren Namensvetter, die eng an die dicht mit Bambus untersetzten Bergwälder des Hochgebirges zwischen 1.500 und 4.000 Metern Höhe gebunden sind.