Niederlage in Unterzahl:
Union muss sich Bremen mit 1:4 geschlagen geben
Die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin beendet den 25. Spieltag mit einer 1:4-Niederlage gegen den SV Werder Bremen. Bereits nach 18 Minuten verwandelt Derrick Köhn einen Foulelfmeter, ehe kurz darauf András Schäfer durch den Schiedsrichter vom Platz gestellt wird und die Bremer mit Oliver Deman (31.) sowie Jens Stage (35.) noch vor der Pause die Partie drehen. Auch in der zweiten Halbzeit versuchen die Hausherren, sich gegen die drohende Niederlage zu wehren, doch den weiteren Toren von Marco Grüll (66.) und Patrice Čović (90.+4) haben die Eisernen nichts entgegenzusetzen.
1. FC Union Berlin: Rönnow – Haberer (82. Trimmel), Doekhi, Querfeld, Nsoki (82. Burke), Köhn – Schäfer, Kemlein (63. Jeong), Khedira – Ilić, Ansah (70. Skarke)
SV Werder Bremen: Backhaus – Sugawara (90.+2 Schmidt), Stark (45. Malatini), Friedl, Deman – Grüll (83. Njinmah), Stage, Lynen, Puertas, Schmid (90.+2 Čović)– Topp (45. Bittencourt)
Personal: Das Trainerteam der Eisernen entschied sich, nach der bitteren Auswärtsniederlage gegen Borussia Mönchengladbach auf drei Positionen zu wechseln: Für Christopher Trimmel, Wooyeong Jeong und Oliver Burke rotierten Janik Haberer, Ilyas Ansah und Andrej Ilić in die Startelf.
Zuschauer: 22.012
Tore: 1:0 Köhn (FE/18.), 1:1 Deman (31.), 1:2 Stage (35.), 1:3 Grüll (66.), 1:4 Čović (90+4)
Schiedsrichter greift zweimal entscheidend ein – Bremen nach zwei Standards in Führung
Die Sonntagspartie zwischen Union und Bremen begann mit gegenseitigem Abtasten, ehe es in der 15. Minute die erste richtungsweisende Entscheidung gab: Schiedsrichter Timo Gerach zeigte im Bremer Strafraum auf den Punkt. Niklas Stark hielt den durchgestarteten Ilyas Ansah zu deutlich fest und riss ihn zu Boden. Der folgerichtige Elfmeter war für Derrick Köhn nur noch Formsache und zementierte die frühe Führung der Eisernen (18.).
Rund 60 Sekunden später griff der Unparteiische allerdings erneut in die Partei ein, zeigte András Schäfer nach einem Foul am Mittelkreis die Rote Karte und verwies ihn des Platzes. Diese harte Entscheidung taute das Duell auf und beide Mannschaften erspielten sich einige Möglichkeiten, die jedoch allesamt nicht zum Torerfolg führten. Erst in der 31. Spielminute ertönte ein weiterer Torjubel im Stadion An der Alten Försterei – allerdings im Gästeblock. Nach einer Ecke klärten die Unioner den Ball nicht zwingend genug, wodurch Oliver Deman zentral aus 20 Metern zum Abschluss kam und das Leder im linken Winkel des Kastens unterbrachte.
Dem Ausgleich folgte dann kurz darauf ein weiterer Treffer der Bremer. Erneut war es eine Ecke, bei der Jens Stage hochstieg und unten rechts einköpfte (35.). In den restlichen zehn Minuten plus Nachspielzeit flachte die Partei wieder ein wenig ab, bis der Unparteiische beide Teams mit dem 1:2-Halbzeitstand in die Kabinen bat.
Union stemmt sich gegen die Niederlage – Werderaner legen doppelt nach
Aus der Kabine kommend, startete Werder direkt wieder mit Zug zum Tor der Unioner: Nachdem sich die Bremer auf der rechten Seite bis in den Strafraum hinein kombiniert hatten, kam erneut Stage aus 15 Metern zum Abschluss, doch der linke Pfosten verhinderte Schlimmeres (48.). Danach dauerte es fast 20 Minuten, bis ein Angriff der Grün-Weißen zum Erfolg führte. Ein eigentlich bereits geklärter Ball prallte ungünstig am Rücken von Wooyeong Jeong ab und landete vor den Füßen von Romano Schmid, der in die Mitte zu Marco Grüll abgab. Der Österreicher hatte trotz Gegnerdruck daraufhin keine Probleme, das Spielgerät im Kasten von Frederik Rönnow unterzubringen und die Führung auszubauen (66.).
Unions Cheftrainer Steffen Baumgart probierte im Anschluss, offensiven Wind in die Partie zu bringen und wechselte Christopher Trimmel, Tim Skarke und Oliver Burke ein. Doch auch diese frischen Beine brachten schlussendlich nicht die erhoffte Wendung. Mit der letzten Aktion des Spiels bezwang der zuvor eingewechselte Patrice Čović Union-Torwart Frederik Rönnow am zweiten Pfosten und stellte den Endstand von 1:4 ein.
Stimmen nach dem Spiel
“Es ist keine schöne Situation, dass wir das Spiel verloren haben. So sehr es uns auch nervt, wir müssen morgen wieder den Kopf hochnehmen und weitermachen. In Unterzahl ist es einfach brutal schwer, aber sowas gehört zum Fußball dazu”, so Ilyas Ansah nach Abpfiff.
Rani Khedira ergänzte: “Das Ergebnis tut wirklich sehr weh und ist in der Höhe auch unverdient, aber wir haben nicht so wirklich in das Spiel gefunden. Dazu trifft der Schiedsrichter für mich eine Fehlentscheidung und das ärgert einen dann schon, wenn man Woche für Woche hart arbeitet und dann durch so eine Entscheidung zurückgeworfen wird”.
“Die Rote Karte war für mich eher eine gelbe Karte, der Schiedsrichter hat es aber relativ schnell entschieden. Die Karte war mehr als spielrelevant, aber nicht zu ändern. Die Tabellensituation verbessert sich aktuell nicht für uns. Jetzt geht es darum, ruhig zu bleiben und klare Analysen zu machen und mit unserer Situation klar und sachlich umzugehen”, ordnete Cheftrainer Steffen Baumgart ein.
Ausblick auf die kommenden Tage
Die Eisernen starten morgen mit einem nichtöffentlichen Training in die Woche, ehe die Tore zum Trainingsplatz am Mittwoch, dem 11.03.2026 um 11 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Danach wird bis zum Auswärtsspiel am Sonntag gegen den SC Freiburg ausschließlich wieder hinter verschlossenen Türen gearbeitet.