Spielkontrolle und Torhunger im ersten Testspiel:
Unionerinnen besiegen Turbine mit 6:2
Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin bestreitet einen erfolgreichen ersten Test in Oranienburg und besiegt den Zweitligisten 1. FFC Turbine Potsdam mit 6:2. Die Eta-Elf tritt in beiden Durchgängen dominant und offensiv auf: Auf den torreichen ersten Durchgang mit fünf Union-Treffern folgt eine zweikampfstarke zweite Hälfte mit vielen Wechseln und jeweils einem Treffer auf beiden Seiten.
1. FC Union Berlin: Böhi (76. Schulz) - Weiß, Tysiak (46. Janssens), Steuerwald (71. Heikkinen), Heikkinen (46. Schneider) – Veit (60. Köster) - Bauereisen (71. Halverkamps), Egli (46. Weidauer), Kamber (71. Seifert), Reissner (46. Eurlings (54. Helgesen)) – Heiseler (46. Campbell)
1. FFC Turbine Potsdam: Gavillet (46. Schmid) – Lins, Kirschstein (71. Hüsch), Hüsch (46. Kubo), Túróczy (71. Eidson) - Dommasch (71. Smith), Gößler, Matsubara, Dias de Souza (46. Bobbe) – Rejkjaer, Lindner (82. Dias de Souza)
Zuschauer: 510
Tore: 0:1 Egli (5.), 1:1 Matsubara (11.), 1:2 Kamber (13.), 1:3 Tysiak (28.), 1:4 Bauereisen (32.), 1:5 Egli (37.), 1:6 Eurlings (48.), 2:6 Smith (83.)
Schweizpower – Sechs Tore im ersten Durchgang
Bei strahlendem Sonnenschein und mit ein wenig Verzögerung ertönte der Anpfiff in der ORAFOL-Arena in Oranienburg. Die Unionerinnen übernahmen mit hohem Tempo direkt die Kontrolle von Ball und Gegner. Bereits nach fünf Zeigerumdrehungen zappelte das Leder erstmals im Netz: Neuzugang Leela Egli schob den Ball nach einem schnellen Haken an der Strafraumlinie gekonnt ins lange Eck. Wenig später glich die Potsdamerin Yuna Matsubara per sehenswertem Distanzschuss auf der Gegenseite aus (11.). Keine 60 Sekunden später brachte Lia Kamber Union - ebenfalls durch einen Distanzschuss - erneut in Führung (12.).
Nach einem Eckball kam Abwehrspielerin Amber Tysiak am zweiten Pfosten frei zum Kopfball und erhöhte zur 1:3-Führung. (28.) Zu diesem Zeitpunkt des Spiels agierten die Turbinen stets bemüht und aggressiv in den Zweikampfduellen, kamen jedoch zu sehr wenigen gefährlichen Aktionen. Wenig später erzielte Nele Bauereisen aus kurzer Distanz das nächste Tor, nachdem sie eine perfekt dosierte Flanke von links per Kopf verwandelte (32.) Pünktlich bat der Unparteiische beim Spielstand von 1:5, die Mannschaften in die Halbzeitpause.
Viele Wechsel und ein Tor auf beiden Seiten
Auch im zweiten Durchgang blieben die Unionerinnen die spielbestimmende Mannschaft. Die eingewechselte Hannah Eurlings konnte sich in der 48. Minute mit der 1:6-Führung belohnen, ehe sie wenig später angeschlagen das Feld verlassen musste. Die Mannschaft aus Potsdam wehrte sich weiterhin mit viel Ehrgeiz und versuchte, den Rot-Weißen die Stirn zu bieten sowie das Spielgeschehen ins Mittelfelddrittel zu verlagern. Die vielen Wechsel auf beiden Seiten führten zu einem turbulenten Spiel, indem das Spielgerät häufig das Besitzerteam wechselte. Dennoch bekamen die 510 Zuschauerinnen und Zuschauer zum Ende noch etwas zu sehen: Madelyn Smith konnte für die Potsdamerinnen den Spielstand auf 2:6 verkürzen (83.). Dies sollte auch die letzte nennenswerte Aktion des Testspiels sein.
Stimmen nach dem Spiel
„Heute wieder auf dem Platz zu stehen war sehr schön. Es waren für mich jetzt sechs Monate seit dem letzten Spiel. Das erste Testspiel insgesamt nach so einer langen Sommerpause lief gut. Natürlich müssen wir noch an einigen Sachen arbeiten, aber wir haben uns gefunden und sind gut reingekommen”, lautete die Einschätzung von Tomke Schneider nach dem ersten Test.
„Mein erstes Spiel im Union-Trikot hat echt Spaß gemacht. Mit zwei Toren reinzustarten, gibt natürlich weiteres Selbstbewusstsein. Die ganze Mannschaft hat mich super aufgenommen, und ich freue mich sehr auf die nächsten Wochen”, ergänzte Neuzugang Leela Egli im Anschluss.
„Grundsätzlich ist ein Sieg zum Start immer gut und wir haben tolle Tore gesehen. Es ist klar, dass beim ersten Testspiel noch nicht alles funktioniert, aber wir können aus dem Spiel sehr viel mitnehmen für die nächsten Wochen. Wir hatten gute Phasen in der Partie, sind schnell gelaufen und haben gute Torchancen kreiert. Da wollen wir dranbleiben”, so das Fazit von Cheftrainerin Marie-Louise Eta.
Ausblick auf die kommende Woche:
Am Sonnabend dem 18.07. testen die Unionerinnen beim Turnier auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena weiter. Um 16 Uhr trifft das Team auf Sparta Prag, ehe um 17:30 Uhr das Duell mit dem Bundesliga-Absteiger Carl Zeiss Jena folgt. Die beiden Partien sind jeweils für 60 Minuten angesetzt.