Drei Punkte gegen den Aufsteiger:
Union gewinnt 1:0 gegen Elversberg
In der ersten Partie nach der Länderspielpause erkämpft sich der 1. FC Union Berlin im Stadion An der Alten Försterei den ersten Saisonsieg gegen die Gäste aus dem Saarland. In der ersten Halbzeit lassen die Eisernen defensiv wenig zu, können sich aber für ihre Leistung nicht belohnen. Den Treffer des Tages erzielt der eingewechselte Livan Burcu in der 81. Minute.
1. FC Union Berlin: Rönnow – Haberer, van den Bosch, Uduokhai, Rothe – Schäfer (90+2. Kemlein), R. Khedira, Aebischer (77. Trimmel) – Jeong (77.Gray), Skarke (77. Burke), Imeri (58. Burcu)
SV 07 Elversberg: Kristof – Sirch (86. Schmahl), Pinckert, Rohr, Günther (71. Mickelson) – Keidel, Poreba – Petkov, Darvich (71. Campbell) , Zimmerschied (59. Krattenmacher) - Futkeu (71. Mokwa)
Personal: Drei Wechsel im Vergleich zum Spiel gegen die Bayern: Van den Bosch, Imeri und Skarke ersetzen Querfeld, Trimmel und Latte Lath. Für Kastriot Imeri ist es eine doppelte Premiere, der erste Einsatz in der Bundesliga und in der Startelf.
Zuschauer: 22.012
Tor: 1:0 Burcu (81.)
Union mit den besseren Chancen – Elversberg bleibt gefährlich
Im Stadion An der Alten Försterei entwickelte sich von Beginn an eine intensive Partie, in der beide Mannschaften sich keinen Zweikampf schenkten. Viele kleine Foulspiele sorgten bereits in der Anfangsphase für zahlreiche Unterbrechungen, früh sah Janik Haberer nach einem Foulspiel die Gelbe Karte (7.).
Die Eisernen fanden dennoch gut in die Begegnung und setzten die ersten offensiven Akzente. Nach zehn Minuten kam Tim Skarke links im Strafraum zum Abschluss, sein Versuch war jedoch zu zentral und stellte Nicolas Kristof nicht vor größere Probleme. Wenige Minuten später leitete Haberer nach einem Ballgewinn den nächsten Angriff ein. Über Wooyeong Jeong gelangte der Ball in aussichtsreiche Position, der Südkoreaner zog aus rund 18 Metern direkt ab, doch Kristof parierte den aufspringenden Schuss stark (15.). Kurz darauf bot sich den Eisernen die bis dahin beste Gelegenheit der Partie: András Schäfer trat zu einem Freistoß aus rund 25 Metern an und zirkelte den Ball sehenswert in Richtung linkes oberes Eck. Kristof reagierte jedoch glänzend und lenkte den Schuss gerade noch über die Latte (26.).
Auch die anschließenden Standards sorgten für Gefahr. Nach einer Ecke von Kastriot Imeri stieg Felix Uduokhai am höchsten und setzte den Ball per Kopf auf das Tor. Erneut war Kristof zur Stelle und verhinderte die Berliner Führung mit einer starken Parade (30.). Die Gäste meldeten sich erst kurz darauf erstmals offensiv an. Lukas Petkov versuchte es aus der Distanz, verfehlte das Tor jedoch und traf lediglich das Außennetz (35.).
Kurz vor der Pause wurde Elversberg gefährlicher. Zunächst setzte sich Noel Futkeu im Strafraum durch, zielte bei seinem Abschluss aber knapp über das Tor (40.). Wenige Augenblicke später musste Rönnow eingreifen, als Noah Darvich aus spitzem Winkel abzog. Der dänische Schlussmann parierte sicher und hielt das 0:0 fest. So ging es nach einer umkämpften ersten Halbzeit ohne Tore in die Kabinen.
Burcus Treffer belohnt druckvolle Offensive der Hausherren
Nach dem Seitenwechsel kamen die Eisernen mit neuem Schwung aus der Kabine und suchten sofort den Weg nach vorn. Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff versuchte es Schäfer aus der Distanz, setzte seinen Schuss jedoch deutlich über das Tor (47.). Union blieb die spielbestimmende Mannschaft, während Elversberg zunächst nur nach Standards für Entlastung sorgte. Ein Freistoß von Lukas Keidel segelte in der 55. Minute gefährlich durch den Köpenicker Strafraum, fand jedoch keinen Abnehmer.
Auf der Gegenseite erhöhte Union den Druck nun merklich. Nach mehreren geblockten Abschlüssen im Strafraum reklamierten die Hausherren sogar Handspiel, Schiedsrichter Tobias Reichel entschied jedoch lediglich auf Eckball. Die anschließende Hereingabe von Kastriot Imeri fand den aufgerückten Zeno Van den Bosch, dessen Kopfball das Ziel knapp verfehlte (58.). Kurz darauf brachte Mauro Lustrinelli mit Livan Burcu für Bundesliga-Debütant Imeri frische Kräfte auf den Platz.
Die Köpenicker blieben am Drücker. Nachdem Elversberg den Ball nach einer Standardsituation nicht entscheidend klären konnte, nahm Rothe die Kugel per Volley direkt, setzte seinen Versuch jedoch knapp neben den Pfosten (62.). Die Gäste blieben ihrerseits bei Umschaltmomenten gefährlich. Nach einem langen Ball tauchte Futkeu plötzlich mit viel Platz vor dem Berliner Tor auf, wurde jedoch von Van den Bosch entscheidend gestört, sodass die Eisernen die Situation bereinigen konnten (65.).
In der Schlussphase setzte Union nochmals alles auf eine Karte. Nach einem Dreifachwechsel feierte Nachwuchsspieler Mekhi Gray bei seinem Bundesliga-Debüt seine Premiere im Oberhaus. Wenig später wurde die Geduld der Eisernen schließlich belohnt: Nach einer zunächst geklärten Ecke landete der Ball im Rückraum bei Burcu, der nicht lange zögerte und das Spielgerät per Volley sehenswert im linken Eck zum umjubelten 1:0 versenkte (81.).
Auch danach drängte Union auf die Entscheidung. Fünf Minuten vor dem Ende verhinderten die Gäste bei mehreren Abschlüssen der Eisernen mit vereinten Kräften einen weiteren Gegentreffer. Zunächst wurde Burcus Schuss geblockt, anschließend scheiterte Schäfer mit seinem Versuch an einem auf der Linie klärenden Elversberger Verteidiger (86.). Auf der Gegenseite blieb ein missglückter Fallrückzieher im Strafraum die letzte Offensivaktion der Gäste. Wenig später pfiff Schiedsrichter Reichel die Begegnung ab und besiegelte damit den umjubelten ersten Bundesliga-Sieg der laufenden Saison für den 1. FC Union Berlin.
Stimmen nach dem Spiel
Startelf- und Bundesliga-Debütant Kastriot Imeri ist froh über die drei Punkte: “Wir haben in den letzten zwei Wochen hart gearbeitet und für alle im Team und für den Verein war der heutige Sieg sehr wichtig. Mit meinem ersten Spiel in der Bundesliga ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen. Da ist es natürlich umso schöner, dass es auch mit den drei Punkten geklappt hat”.
“Es ist ein sehr schönes Gefühl, drei Punkte zu holen und den Siegtreffer zu machen”, ergänzt Livan Burcu, Torschütze des Tages. “Horst Heldt hat zu mir gesagt, dass ich heute das Tor machen werde. Er motiviert mich jeden Tag und gibt mir Selbstbewusstsein”.
“Wir haben uns in der Pause in vielen Bereichen gesteigert: Im Spiel mit dem Ball, im Spiel ohne Ball und in der Intensität”, lobt Cheftrainer Mauro Lustrinelli sein Team nach dem Spiel. “Wir haben heute über 90. Minuten eine konstante Leistung gezeigt. Wir haben sehr wenig zugelassen und vorne haben wir immer versucht, das Tor zu machen. Es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung und wir nehmen den Schwung jetzt mit.”
Ausblick auf die kommende Woche
Für die Mannschaft von Mauro Lustrinelli startet die Trainingswoche nach einem freien Tag am Montag am Dienstag, dem 13.10.2026. Ein öffentliches Training ist in der kommenden Woche nicht geplant. Bereits am kommenden Sonnabend steht das nächste Heimspiel auf dem Programm. Der Anpfiff der Partie gegen Borussia Dortmund erfolgt um 15:30 Uhr.