Vor dem WM-Sommer:
Unioner mit vielen Highlights aus der Länderspielpause
Die Weltmeisterschaft 2026 rückt näher und für mehrere Unioner begann die Vorbereitung bereits in dieser Länderspielpause: Rani Khedira und Derrick Köhn nutzten die Testspiele, um sich im Nationaltrikot für das Turnier im Sommer zu empfehlen. Frederik Rönnow kämpfte mit Dänemark um die letzte Chance auf ein WM‑Ticket, während András Schäfer mit Ungarn nach der verpassten Qualifikation Wiedergutmachung suchte. Gleichzeitig standen für einige der jungen Eisernen richtungsweisende Qualifikationsspiele auf dem Programm.
Von Debüts, Big Points und geplatzten WM‑Träumen
73 Minuten lang durfte Rani Khedira bei seinem Debüt für die tunesische Nationalmannschaft im Testspiel gegen Haiti ran. Die „Adler von Karthago“ feierten dabei einen 1:0‑Erfolg, den Sebastian Tounekti bereits in der siebten Minute mit seinem Treffer sicherte. Nach dem Auftritt in Toronto folgte für die Mannschaft von Trainer Sabri Lamouchi ein weiterer Test in Orlando – gegen WM‑Gastgeber Kanada gab es am Ende ein 0:0, wobei Khedira 70 Minuten auf dem Rasen stand.
Dänemark brauchte zwar eine Halbzeit, um gegen Nordmazedonien ins Spiel zu finden, zeigte nach der Pause jedoch eine deutliche Leistungssteigerung und setzte sich im Playoff‑Halbfinale schließlich klar mit 4:0 durch. Im anschließenden Finale gegen Tschechien musste Frederik Rönnow, der in beiden Partien auf der Bank saß, mitansehen, wie Dänemark im Elfmeterschießen mit 1:3 unterlag und damit die letzte Chance auf die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 verpasste.
Wie bei Union beackerte Derrick Köhn auch im Trikot Ghanas die linke Abwehrseite. Die deutliche 1:5‑Niederlage gegen Österreich konnte der Linksfuß jedoch nicht verhindern. Auch im zweiten Vorbereitungsspiel auf das Sommerturnier musste sich Ghana der deutschen Nationalmannschaft mit 1:2 geschlagen geben. Köhn zeigte dabei eine souveräne Leistung und bereitete das zwischenzeitliche 1:1 stark vor.
Schöner Siegtreffer oder Schön mit dem Siegtreffer? Beides stimmt. Denn András Schäfers Teamkollege Szabolcs Schön erzielte zehn Minuten vor dem Ende das 1:0 gegen Slowenien und leitete damit eine solide Testspielwoche ein. Am Dienstagabend mussten sich die Ungarn mit einem 0:0 gegen Griechenland begnügen, hielten über die gesamte Spielzeit defensiv dicht, verpassten jedoch selbst einen Treffer zu erzielen. In beiden Begegnungen gehörte Schäfer zur Startelf, das zweite Duell bestritt er sogar über die komplette Distanz.
Apropos Griechenland: Auch die deutsche U21 um Tom Rothe und Aljoscha Kemlein traf auf die U21-Auswahl der „Galanolefki“, Spitzenreiter der EM‑Qualifikationsgruppe. Mit einem 2:0‑Erfolg übernahmen die DFB‑Talente die Tabellenführung in Gruppe F. Zuvor hatte das Team von Trainer Antonio Di Salvo bereits einen souveränen 3:0‑Sieg gegen den Tabellendritten aus Nordirland eingefahren.
Auch die türkische U21 war in der EM‑Qualifikation im Einsatz. Allerdings einigten sich Livan Burcu, Union und der türkische Verband aus Vorsichtsgründen auf eine vorzeitige Abreise des Flügelspielers. So blieb ihm nur, von zuhause aus mitanzusehen, wie seine Mannschaft der kroatischen U21 mit 0:3 unterlag.
Zudem war Dmytro Bogdanov mit einer Nachwuchsauswahl seines Verbandes unterwegs. In Gruppe 5 traf die ukrainische U19 auf Nordirland, Kasachstan und Rumänien und blieb in allen drei Partien ungeschlagen. Auf ein 1:0 gegen Nordirland folgte ein souveränes 3:0 gegen Kasachstan, bei dem Bogdanov selbst traf. Im abschließenden Duell mit Rumänien reichte es zwar nur zu einem 1:1, dennoch behaupteten die Ukrainer die Tabellenführung in ihrer Gruppe.