Sechster Tag in Neuruppin:
Unionerinnen trennen sich vom HSV mit 2:2
Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin trennt sich im vierten Testspiel der Sommervorbereitung von den Ligakonkurrentinnen aus Hamburg mit einem 2:2-Unentschieden. Nach einem torlosen ersten Drittel erzielen beide Teams im zweiten Durchgang einen Treffer - Andrea Svibkova bringt die Hamburgerinnen in Minute 45 in Führung, ehe Sophie Weidauer wenig später zum 1:1 ausgleicht (53.). Die eingewechselte Antonia Halverkamps erzielt kurz nach Wiederanpfiff im dritten Drittel das 2:1 (82.) ehe die Hamburgerinnen kurz vor Schluss durch Jaqueline Dönges (118.) ausgleichen.
1. FC Union Berlin: Smolarczyk (62. Böhi) – Janssens (81. Halverkamps), Tysiak (62. Weiß), Steuerwald (81. Helgesen), Schneider (92. Tysiak) – Veit (81. Kamber (115. Hartmann)) – Bauereisen (62. Heikkinen), Weidauer (81. Campbell (103. Aseko)), Kamber (62. Seifert (115. Hof)), Egli (81. Bauereisen (115. Laidler) – Heiseler (62. Reissner)
Hamburger SV: Baum (81. Engel) – Doucoure (81. Sliskovic), Mirzaliyeva (41. Obispo), Böhler (81. Räcke), Dönges (41. Martens) – Krüger (41. Svibkova), Bartz, Stoldt, Wrede – Linberg (81. Brunnthaler), Peneau
Zuschauer: 544
Tore: 0:1 Svibkova (45.), 1:1 Weidauer (53.), 1:2 Halverkamps (82.), 2:2 Dönges (118.)
Wunderbares Fußballwetter – Torloses erstes Drittel
Bei bestem Wetter im Neuruppiner Volksparkstadion wurde das Duell der Ligakonkurrenten angepfiffen. Die Unionerinnen setzten dabei früh das erste Offensivzeichen: Bereits in der 2. Minute trieb Tomke Schneider den Ball über die halblinke Seite nach vorn und leitete den ersten gefährlichen Angriff der Partie ein. Die Hamburgerinnen zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt und antworteten nur wenig später mit ihrem ersten Gegenstoß (4.).
So entwickelte sich von Beginn an eine intensive Begegnung, die insbesondere vom frühen hohen Pressing des HSV geprägt war. Die Hamburgerinnen erspielten sich in der Anfangsphase ein klares Chancenplus und bestimmten über weite Strecken das Spielgeschehen, ohne ihre Möglichkeiten jedoch in Zählbares ummünzen zu können.
Die bis dahin größte Gelegenheit der Partie gehörte dann der Eta-Elf: In der 19. Minute stand Union nach einer Dreifachchance kurz vor der Führung, doch das Aluminium verhinderte den möglichen Treffer und bewahrte den HSV vor dem Rückstand. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Unionerinnen immer besser in die Partie. In der Folge kam Union immer wieder zu Offensivaktionen und Abschlüssen, sodass sich die Begegnung zunehmend ausgeglichener gestaltete. Mit dem Pausenpfiff des Unparteiischen endete in der 41. Minute das erste Drittel der Partie ohne Tore.
Weidauer gleicht aus – Baum mit Traumparade
Nach einer etwas verkürzten zehnminütigen Pause begann pünktlich das zweite Drittel der Partie. Die Hamburgerinnen erwischten den besseren Start und gingen in der 45. Minute in Führung: Nach einem Distanzschuss von Andrea Svibkova fand der Ball den Weg ins Tor und bescherte dem HSV die 1:0-Führung. Der Ausgleich ließ jedoch nicht lange auf sich warten: In der 53. Minute verlängerte Nele Bauereisen per Kopf auf Sophie Weidauer, die sich die Chance nicht nehmen ließ und zum verdienten 1:1-Ausgleich einschob.
Nach 60 Minuten präsentierte sich die Partie weitgehend ausgeglichen. Die anschließende Trinkpause nutzte Cheftrainerin Marie-Louise Eta für frische Impulse und nahm gleich fünf Wechsel vor (62.). In der 75. Minute bot sich den Berlinerinnen die Chance zur Führung: Leela Egli kam aussichtsreich vor dem Tor zum Abschluss, scheiterte jedoch an HSV-Keeperin Jule Baum, die mit einer starken Parade den HSV vor dem Rückstand bewahrte. Weitere Treffer fielen bis zur nächsten Unterbrechung nicht mehr, sodass es mit einem 1:1 in die zweite Pause ging.
Halverkamps‘ Führung reicht nicht zum Sieg – vier Juniorinnen sammeln Spielminuten
Mit dem Anpfiff zum letzten Drittel erwischten die Köpenickerinnen den besseren Start. Beide Teams rotierten erneut und sorgten mit mehreren Wechseln für frischen Wind auf dem Platz. Kurz nach Wiederanpfiff setzte sich Naika Reissner auf der linken Seite durch und fand die frisch eingewechselte Antonia Halverkamps vor dem Kasten des Gegners, diese versenkte den Ball unhaltbar aus der Drehung im Tor und bescherte ihrer Mannschaft die 2:1-Führung (82.). Auch in diesem Testspiel erhielten vier Nachwuchstalente des 1. FC Union Berlin die Möglichkeit, sich auf dem Platz zu beweisen.
In den Schlussminuten drängten sie Hamburgerinnen noch einmal auf den Ausgleich: Jaqueline Dönges fasste sich aus der Distanz ein Herz und setzte den Ball präzise an Nadine Böhi vorbei ins Tor. Damit stellte der HSV kurz vor Schluss auf 2:2- Unentschieden (118.). Dies sollte auch die letzte nennenswerte Aktion der Partie bleiben, denn kurz darauf war Schluss.
Stimmen nach dem Spiel
„Wir sind nicht so gut gestartet, aber dann immer besser reingekommen und haben uns mehr zugetraut. Das Gegentor kurz vor dem Abpfiff war dann sehr unglücklich und hat unsere Steigerung der spielerischen Leistung nicht widergespiegelt. Insgesamt war es ein gutes Spiel“, fasste Leona Seifert die Partie zusammen.
„Mein erstes Spiel war sehr intensiv und hat unglaublich viel Spaß gemacht. Wir konnten viele Dinge mitnehmen und haben unsere Leistung im Laufe der Partie immer weiter gesteigert. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr haben wir uns zugetraut und unser Potenzial gezeigt. Umso ärgerlicher war dann natürlich das Gegentor kurz vor Schluss“, so Torhüterin Nelly Smolarczyk nach ihrem Debüt.
„Anfänglich haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht und der HSV hat dabei einige Großchancen vergeben. Dabei hat mir aber sehr gut gefallen, dass wir mutig geblieben sind und versucht haben, Fußball zu spielen. Nachdem wir das Spiel an uns gerissen haben, können wir mit dem Verlauf dann so zufrieden sein“, erklärte Unions Cheftrainerin Marie-Louise Eta nach dem Testspiel.
Am heutigen vorletzten Trainingslagertag, der vom offiziellen Partner der Haus Apotheke unterstützt wird, richtete sich der volle Fokus auf das Testspiel. Nach einem gemeinsamen Morgenspaziergang und den letzten taktischen Abstimmungen in der Besprechung bereitete sich die Mannschaft auf die Begegnung im Volksparkstadion Neuruppin vor. Nach vielen intensiven Spielminuten ging es zurück ins Hotel, wo der Tag mit einem Teamabend enden wird.
Ausblick auf die kommenden Tage
Für die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin steht nach der Rückkehr am morgigen Sonntag zunächst eine kurze trainingsfreie Phase auf dem Programm, ehe am Freitag der reguläre Trainingsbetrieb wieder aufgenommen wird. Das nächste Testspiel bestreitet Union im Rahmen der Saisoneröffnung am Sonnabend, dem 09.08.2026. Um 15 Uhr erfolgt im Stadion An der Alten Försterei der Anpfiff gegen den italienischen Spitzenklub Inter Mailand. Tickets für die Saisoneröffnung gibt es hier.