Union international:
Große Diversität im Union-Kader
Vor der zweiten Bundesliga-Saison der Profi-Frauen des 1. FC Union Berlin zeigt sich der Kader erneut äußerst vielfältig. Insgesamt zehn Nationalitäten sind im Team von Cheftrainerin Marie-Louise Eta vertreten, auch sprachlich ist die Mannschaft mittlerweile breit aufgestellt. Am fünften Tag des Trainingslagers in Neuruppin richtet sich der Blick daher auf die unterschiedlichen Herkunftsorte und Sprachen der Spielerinnen.
Berlin bleibt Top-Bundesland – Union im Ligavergleich weit vorn
Als der Verein vor rund vier Jahren die Professionalisierung der Frauenmannschaft einleitete, bestand das damalige Regionalliga-Team noch zu großen Teilen aus Spielerinnen aus Berlin und Umgebung. Auch heute stammen mit den Orschmann-Zwillingen, Kapitänin Lisa Heiseler und Nachwuchstalent Mariann Noack vier Spielerinnen gebürtig aus Berlin. Zudem verbrachte die gebürtige Haitianerin Naika Reissner nahezu ihr gesamtes Leben in der Bundeshauptstadt.
Allerdings haben andere Bundesländer mittlerweile aufgeholt: Auch aus Bayern kommen vier Spielerinnen gebürtig (Bauereisen, Köster, Smolarczyk, Schneider), aus Nordrhein-Westfalen sind es immerhin drei Akteurinnen (Aehling, Halverkamps, Gräwe) im Kader. Insgesamt vereint die Mannschaft Spielerinnen aus acht verschiedenen Bundesländern. Aus einer weiteren Millionenstadt neben Berlin stammt die gebürtige Hamburgerin Samantha Steuerwald. Neuzugang Jella Veit wurde zudem in Bönningstedt in Schleswig-Holstein, direkt vor der Stadtgrenze Hamburgs, geboren.
Ligaweit stellt übrigens nur der Hamburger SV mehr Spielerinnen, die in der Stadt ihres Vereins geboren wurden: Mit fünf Hamburgerinnen liegt der HSV in dieser Hinsicht hauchzart vor Union. In der kompletten Bundesliga gibt es mit Leverkusens Marlene Müller, Hoffenheims Marie Steiner sowie Bremens Caroline Siems nur noch drei weitere gebürtige Berlinerinnen.
Janssens bringt Niederländisch ins Team – Kabinenansprachen auf Deutsch
Neben zehn verschiedenen Nationalitäten finden sich auch acht unterschiedliche Sprachen im Team. Die Kabinenansprachen hält Cheftrainerin Marie-Louise Eta weiterhin fast ausschließlich auf Deutsch. Neu in der Mannschaft ist seit diesem Sommer mit Jill Janssens eine Spielerin, die Niederländisch spricht, während sich ihre belgischen Teamkolleginnen Amber Tysiak und Hannah Eurlings auf Flämisch unterhalten.
Diese Sprachen sind dem Deutschen recht ähnlich, was grundsätzlich auch für das Schweizerdeutsch gilt. Für Außenstehende ist es, so behaupten vertrauliche Quellen, dennoch nahezu unmöglich, etwas zu verstehen, wenn die drei Schweizerinnen Leela Egli, Lia Kamber und Nadine Böhi erst einmal in einen gemeinsamen Redefluss geraten. Darüber hinaus finden sich durch Korina Janež, Silje Skaara Helgesen und Ida Heikkinen auch die Sprachen Slowenisch, Norwegisch und Finnisch im Team. Die meisten Spielerinnen sprechen zudem fließend Englisch.
Mit zwölf Legionärinnen, die entweder direkt aus dem Ausland kommen oder – wie die gebürtige Hessin Tanja Pawollek, die bekanntlich für Polen spielt – für eine ausländische Nationalmannschaft auflaufen, liegen die Profi-Frauen im Mittelfeld der Liga. Den größten Block stellen jeweils drei Belgierinnen und drei Schweizerinnen.
Mitunter zeigen sich im Kader auch sehr interessante Konstellationen: So wurde Flügelspielerin Naika Reissner in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince geboren und hat einen österreichischen Vater, wuchs jedoch nahezu ihr gesamtes Leben in Berlin auf. Ihre österreichische Nationalmannschaftskollegin Eileen Campbell besitzt derweil auch die nordirische Staatsbürgerschaft, da ihre Mutter von dort stammt.
Morgiges Testspiel gegen den Hamburger SV – Tickets an der Tageskasse
Das Trainingslager in Neuruppin neigt sich mittlerweile dem Ende entgegen. Heute stand der letzte volle Trainingstag auf dem Plan. Unterstützt wurden die Unionerinnen dabei erneut von der Haus Apotheke, dem offiziellen Partner des Trainingslagers. Morgen können die Eisernen das Gelernte schließlich im Testspiel gegen den Hamburger SV unter Beweis stellen (zum Vorbericht).
Tickets sind an der Tageskasse erhältlich und kosten 10 Euro (Normalzahler) sowie 8 Euro (ermäßigt), Kinder bis einschließlich 8 Jahre erhalten freien Eintritt. Für einen Platz auf der Tribüne beträgt der Eintrittspreis 13 Euro. Union informiert über die Partie im vereinseigenen Ergebnisticker, zudem bietet AFTV+ einen Livestream an.
Die Tagebucheinträge im Überblick: